18.01.01, MainPost Würzburg-Stadt
Stadt soll Sperrzeit verkürzen

WÜRZBURG (bert)

Die Jungen Liberalen (JuLis) Würzburg fordern die Stadt auf, die Sperrfristen für Gaststätten allgemein zu verkürzen.

"Die Sperrfristen stellen für uns eine unangemessene Einschränkung der unternehmerischen sowie der persönlichen Freiheit dar. Es kann nicht im Sinne der Bürger und Gaststätten sein, dass der Freistaat Bayern bzw. die Stadt Würzburg vorschreiben, wann eine Gaststätte öffnen darf und wann nicht", erklärt Marco Graulich, Kreisvorsitzender der JuLis. Graulich weiter: "Die Stadt schadet sich nur selbst, wenn Gastronomiebetriebe künftig mehr bezahlen müssen, um länger offen haben zu dürfen, da mit Sicherheit für einige Betriebe die Rentabilität nicht mehr gegeben ist, und sie früher schließen werden. Gerade für eine Kongress- und Touristikstadt wie Würzburg ist das ein hoher Verlust an Attraktivität. Die durchaus notwendige Bewahrung des Lärmschutzes kann auch durch besondere Auflagen gewahrt werden." Bereits vor einem Jahr haben die JuLis zusammen mit dem Bistro "Wasserpfeife" eine Unterschriftenkampagne gestartet, bei der sich inzwischen über 600 Menschen für eine Verkürzung der Sperrfrist aussprechen. "Die Aktion wird in den nächsten Wochen ausgeweitet werden, und das Ergebnis werden wir dem Stadtrat vorlegen", fügt Moritz Kracht, stellvertretender Vorsitzender der JuLis hinzu.

Der Kreisvorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbandes, Rudolf Kneucker, weist darauf hin, dass das Land Baden-Württemberg zum Jahresbeginn die Sperrzeit wochentags auf 2 Uhr und am Wochenende auf 3 Uhr festgelegt hat.