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Marco Graulich

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  • 14. Oktober 2021

    Besser leben im Bischofshut

    Interfraktioneller Verkehrskonsens für Würzburgs Innenstadt

    Breites Stadtrats-Bu╠łndnis will mehr Raum fu╠łr Menschen, fu╠łr Gru╠łn, fu╠łr Handel und Wandel 

    (Wu╠łrzburg) Die Fraktionen von BU╠łNDNIS 90/DIE GRU╠łNEN, FW-FWG, FDP/Bu╠łrgerforum, DIE LINKE und O╠łDP sowie Stadtra╠łte von Wu╠łrzburger Liste und Zukunft fu╠łr Wu╠łrzburg haben sich mit dem Ziel eines Verkehrskonsenses fu╠łr Wu╠łrzburgs Innenstadt zusammengefunden. Nach fu╠łnf Monaten Arbeit und Verhandeln steht ein u╠łberparteilicher Grundsatzantrag fu╠łr eine zukunftsgerichtete Mobilita╠łt weit u╠łber die Innenstadt hinaus: mit einem umfassenden strategischen Verkehrskonzept zur Verbesserung von O╠łffentlichem Personen-Nahverkehr (O╠łPNV), Rad- und Fußverkehr bei gleichzeitiger Erhaltung und Optimierung der Erreichbarkeit der Innenstadt fu╠łr den motorisierten Individualverkehr durch Bu╠łndelung in Parkha╠łusern und einer verbesserten Verkehrssteuerung (u.a. Parkleitsystem). So ko╠łnnen kurz bis mittelfristig erhebliche Fla╠łchen fu╠łr Menschen, fu╠łr Gru╠łn, fu╠łr Handel und Wandel gewonnen werden. Dies steigert Attraktivita╠łt, Umwelt- und Aufenthaltsqualita╠łt in der Innenstadt. 

    Klimabu╠łrgermeister Martin Heilig:

    „Bisher war die Stadtentwicklungs- und Verkehrspolitik stark gepra╠łgt von Einzelmaßnahmen und immer wiederkehrenden polarisierenden Diskussionen. Das wollen wir a╠łndern und mit strategischem Weitblick alle relevanten Themenbereiche zusammen denken. Unser Bestreben ist, die notwendigen Einzelmaßnahmen aufeinander abzustimmen – sowohl im zeitlichen Kontext als auch bei der Beru╠łcksichtigung in den Haushalten der kommenden Jahre. Mit unserem Verkehrskonsens fu╠łr Wu╠łrzburgs Innenstadt ko╠łnnen wir allen Menschen ein noch besseres Leben im Bischofshut ermo╠łglichen, trotz Klimaerwa╠łrmung und zunehmenden Hitzewellen.“ 

    Auch Josef Hofmann (FWG) ist u╠łberzeugt, dass der Stadtrat nun einen großen Schritt nach vorne macht:

    „In einem intensiven Austausch haben wir zuna╠łchst gemeinsame Ziele formuliert und anschließend die Stellschrauben fu╠łr ein strategisches Verkehrskonzept erarbeitet, das es in dieser Art noch nie gab. Dabei war uns wichtig, dass die unterschiedlichen Anforderungen aller Verkehrsteilnehmer und Anwohner im gemeinsamen Verkehrskonsens beru╠łcksichtigt werden und wir zugleich positive Effekte fu╠łr Handel und Wandel in der Innenstadt erzielen ko╠łnnen. Mit dem Konsens ist sichergestellt, dass die Aufwertung der Innenstadt nur Zug um Zug mit dem Angebot von Parkpla╠łtzen in neuen Parkha╠łusern erfolgt. Zugleich wollen wir dabei eine Befriedung von Fußga╠łngern und Radfahrern im Herzen der Stadt ein gutes Miteinander erreichen.“ 

    „Ein weiteres wichtiges Kriterium ist fu╠łr uns die weiterhin gute Erreichbarkeit der Innenstadt fu╠łr alle Verkehrsteilnehmer, auch fu╠łr den motorisierten Individualverkehr“, so Joachim Spatz (FDP).

    „Daru╠łber hinaus soll der O╠łffentliche Nahverkehr Bu╠łrger, Pendler und Besucher Wu╠łrzburgs aus Stadt und Land zum Umstieg einladen durch eine Taktverdichtung der Straßenbahn, Verzicht auf den Sommerfahrplan, die Erweiterung des „Busnetz+“ und das Schaffen von Park+Ride-Fla╠łchen. Ein verdichtetes Angebot mit abgestimmten Fahrpla╠łnen wird gerade auch die Bewohner aus dem Landkreis zum Umstieg einladen!“ 

    Dazu Charlotte Schloßareck vom Bu╠łrgerforum Wu╠łrzburg:

    „Wo Menschen sich wohlfu╠łhlen, verweilen sie la╠łnger. Dies tra╠łgt gleichzeitig zur Einkaufsattraktivita╠łt der Innenstadt bei. Der durch die Pandemie gebeutelte Einzelhandel soll mit einem ein Nahverkehr-Bonusprogramm von 50.000 € pro Jahr unterstu╠łtzt werden. Mit der Errichtung des Park+Ride-Parkhauses in der Sanderau wird ein langja╠łhriger Wunsch des Bu╠łrgerforums erfu╠łllt.“ 

    Fu╠łr Sebastian Roth (DIE LINKE) ist es ein besonderes Anliegen, dass es samstags, sonn- und feiertags ein gu╠łnstiges Park+Ride-Familienticket als Anreiz fu╠łr den Umstieg auf den O╠łPNV geben soll.

    „Wir als Fraktion sehen in diesem Verkehrskonsens die Chance, gemeinsam einen großen Schritt zu gehen, der uns dem Ziel einer attraktiven Innenstadt mit mehr Verweilfla╠łchen und Flaniermeilen na╠łherbringt. Ebenso freuen wir uns, dass die anderen Fraktionen bereit sind, mit uns den O╠łPNV in Wu╠łrzburg weiter in den Fokus zu nehmen.“ 

    Fu╠łr Dr. Sandra Vorlova╠ü (BU╠łNDNIS 90/DIE GRU╠łNEN) ist dies der maßgebliche Punkt:

    „Wir wollen den gesamten Bereich nach und nach neugestalten und schon 2022/23 in die konkrete Planung gehen. Wir werden mehr Raum und Sicherheit fu╠łr Fußga╠łnger*innen und Radfahrer*innen schaffen, Teilfla╠łchen entsiegeln, die freiwerdenden Fla╠łchen aufwerten und begru╠łnen, um so die Lebensqualita╠łt zu erho╠łhen. Auch einen Spielplatz soll der Bischofshut bekommen.“ 

    Willi Du╠łrrnagel (Wu╠łrzburger Liste) erga╠łnzt:

    „Gerade vor dem Hintergrund einer alternden Bevo╠łlkerung beantragen wir die Einstellung eines Fußga╠łngerbeauftragten. Erst mit der Erstellung eines Fußwegekonzeptes ko╠łnnen wir Sicherheit und Barrierefreiheit garantieren.“ 

    Raimund Binder (o╠łdp):

    „Besonders wichtig ist uns neben den o╠łkologischen Aspekten, dass die Wu╠łrzburger in der Zellerau durch den Einstieg in das Anwohnerparken und die Sanderauer durch die Quartiersgarage in der Feggrube beru╠łcksichtigt werden. Die Verkehrswende ist nur mit den Bu╠łrgern zu machen.“ 

    Wolfgang Baumann (Zukunft fu╠łr Wu╠łrzburg) erkla╠łrt:

    „Durch diesen gemeinsamen Antrag schaffen wir den Einstieg in eine neue Phase von anwohnerfreundlicherer und auf Klimaneutralita╠łt abzielender Innenstadtmobilita╠łt.“ 

    Viele geplanten Maßnahmen sollen bereits in den Haushalten 2022/23 eingeplant werden. Die Antragsteller*innen wu╠łnschen sich eine zeitnahe Beantragung entsprechender Fo╠łrdermittel. 

    Martin Heilig:

    „Ich danke allen Stadtratskolleg*innen, die sich in diesem Prozess eingebracht haben. Wir haben wichtige Ziele fu╠łr ein besseres Leben im Bischofshut und den Weg dahin formuliert. Wir laden die anderen Fraktionen ein, diesen Weg mit uns gehen. Wir sollten uns nicht la╠łnger an Einzelaspekten abarbeiten, sondern das Ganze in den Blick nehmen.“ 

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