Jahresübersicht

Marco Graulich

Letzte Meldung


  • 23. Dezember 2020

    Newsletter

    Sehr geehrte Damen und Herren, 
    liebe Freundinnen und Freunde, 
     
    die letzte Sitzungswoche eines außergewöhnlichen Jahres geht vorüber. Für mich als Vater, Ehemann, Sohn meiner schon sehr betagten Eltern, Arzt, Forscher und Politiker war es in jedem Lebensbereich eine besondere Herausforderung. Ich bin sicher, dass es Ihnen allen ähnlich geht. So ein Jahr haben wir noch nicht erlebt. So ein Jahr wollen wir nicht mehr erleben. 
     
    Wir als Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag haben über das ganze Jahr gerungen, was die besten Lösungen für unser Land sind. Wie wir es schaffen können, die Wirtschaftskraft beizubehalten, Leben zu retten und dabei nicht alle Verantwortung an die Familien und in Form von Schulden an die kommenden Generationen abzugeben. Ich finde, dass wir einen guten Weg gefunden haben und ich wünschte mir, die Bundesregierung hätte öfter Vernunft und Weitsicht gezeigt und sich an unseren Vorschlägen orientiert. Wir haben einen guten Weg zwischen Allmachtsphantasien der Bundesregierung und Verschwörungswelten gefunden. Auf dem Boden der Vernunft, des Grundgesetzes und unserer gesellschaftlichen Werte. Das war nicht immer einfach. Ich kann mich noch gut erinnern, als ich im Januar eine Aktuelle Stunde im Bundestag zu damals noch sogenannten "neuartigen Lungenkrankheit" gefordert habe. Damals wurden seitens der Fraktion andere Themen als wichtiger angesehen. Die anderen Fraktionen und selbst der Bundesgesundheitsminister sahen bei dem Thema auch keine Priorität. Doch dann folgten Woche für Woche Hiobsbotschaften, auf die wir alle gerne verzichtet hätten. 
     
    Für mich war es politisch eine besondere Situation. Während ich für gewöhnlich als Obmann im Gesundheitsausschuss die Themen und Abstimmungen meiner Fraktion in der Gesundheitspolitik koordiniere und im Hintergrund die Sacharbeit verrichte, bin ich während dieser Pandemie immer mehr in den Vordergrund gerückt. Immer öfter ist die Fraktionsspitze auf mich zugekommen, um sich zu orientieren und mit mir gemeinsam Positionen zu entwickeln, die wissenschaftlich fundiert und politisch durchsetzbar sind. Immer häufiger kamen Pressevertreter auf mich zu, um meine Einschätzung und Meinung zu er- und hinterfragen. Auch wenn ich Herausforderungen liebe und ich in dieser Pandemie all mein medizinisches und politisches Wissen einbringen konnte, muss ich doch sagen: Ich hätte gerne darauf verzichtet, wenn dafür die Pandemie schneller vorüber oder gar nicht erst entstanden wäre. Im vergangenen Jahr habe ich mich in hunderten von Zeitungsbeiträgen, Interviews für Funk und Fernsehen, Podcasts, Webtalks und nicht zuletzt in Beiträgen auf meinen eigenen Social Media-Kanälen für politische und medizinische Aufklärung eingesetzt. Das war nicht immer zur Freude meiner Familie, für die ich zu wenig Zeit hatte. Es war sehr, sehr zeitintensiv und ich hoffe, dass ich - und wir alle - die kontaktarme Zeit über Weihnachten positiv nutzen können, um Kraft zu tanken, Hoffnung zu schöpfen und Mut für das kommende Jahr zu fassen. 

    Die Pandemie ist brutal und macht trotz Feiertagen keine Pause. Wir haben die Chance erstmalig in der Menschheitsgeschichte die Pandemie mit Intelligenz in den Griff zu bekommen. Wir sehen Licht am Ende des Tunnels. Meine ehemaligen Kollegen von der Universitätsmedizin Mainz haben etwas Einzigartiges geschaffen, einen neuen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 bis zur Marktreife zu bringen.  

    Doch noch sind wir nicht so weit. Halten wir die Kontaktbeschränkungen trotz der Feiertage streng ein! Mit der Biologie eines Virus kann man nicht verhandeln. Versuchen wir gemeinsam die Infektionsdynamik klein zu halten, denn Virusmutationen drohen und könnten die gesamte Vorarbeit gefährden. Die AHA-L-Regeln werden bis zum Sommer wahrscheinlich Gültigkeit besitzen. Dann aber werden wir mehr und mehr Menschen geimpft haben. Und dann freue ich mich über den Victory Day, wenn wir dann wieder fast „normal“ leben dürfen. Es gab in unserer Geschichte schon viel schlimmere Zeiten zur Weihnachtszeit. Fragen Sie unsere Eltern oder Großeltern, die den Krieg überlebt haben. Deshalb sollten wir das Beste aus den kommenden Feiertagen machen, egal ob digital oder im kleinen Freundes- oder Familienkreis. Denn politisch haben wir noch viel vor in 2021! 

    Ich wünsche Ihnen, ich wünsche Euch eine gesegnete Weihnachtszeit und ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr! 
     
    Euer/Ihr 

    Andrew Ullmann  

    Wahljahr 2021

    Liebe Parteifreundinnen und Parteifreunde,
    liebe Interessenten der Freien Demokraten,

    2017 haben wir es gemeinsam und durch einen starken Wahlkampf geschafft, die Freien Demokraten zurück in den Bundestag zu bringen. Eine liberale Stimme war wieder bitter nötig - sie ist es noch immer. Wir sind davon überzeugt: Sie ist wichtiger denn je. Wir müssen unser Land, ja unseren Kontinent fit für die Zukunft machen. Während auf anderen Teilen der Welt die größten Handelsabkommen geschlossen werden, zeigt sich die Bundesregierung machtlos in Sachen Pandemiebekämpfung, Digitalisierung, Wirtschaftstransformation aber auch der Sicherung unseres Sozialstaates. Ebenfalls erleben wir die zunehmende Machtlosigkeit der Europäischen Union, zum Beispiel im Umgang mit Viktor Orbán, dem Brexit usw. 

    Die Freien Demokraten werden auch 2021 den Finger in die Wunde legen und mit klugen ganzheitlichen Konzepten andere Wege der Politik aufzeigen. Verharren in der Vergangenheit und Festhalten an Altem wird uns weiter in Schwierigkeiten bringen. Mit nachhaltiger und generationengerechter Politik werden wir es sein, die unser aller Wohlstand sichern und ausbauen. Auch wir werden es sein, die das Aufstiegsversprechen durch beste individuelle Bildung für alle erneuern. Mit einem Wirtschaftswunder 2.0 und einer soliden Haushaltspolitik werden wir es sein, die unseren Sozialstaat aufrechterhalten können, ohne künftige Generationen ein Vorankommen durch Schuldenberge zu erschweren. 

    Für uns Freie Demokraten ist das Jahr 2021 abermals eine Kraftanstrengung. Neben der Bundestagswahl stehen entscheidende Landtagswahlkämpfe bei den Freunden in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Thüringen, Sachsen-Anhalt sowie Mecklenburg-Vorpommern an. 

    Wir haben mit einigen Regierungsbeteiligungen und konstruktiver Oppositionsarbeit einiges erreicht. Allerdings dürfen wir uns nicht mit in der Vergangenheit Erreichtem zufrieden geben. Unsere Aufgabe muss es sein, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln. Das gilt zum einen für unseren Verband als solchen, aber zum anderen auch höchstpersönlich für jedes Mitglied. Denn jeder sogenannte Erfolg ist stets auch zeitlich befristet. Bleiben wir als Verband also fleißig. Beweisen wir jeden Tag aufs Neue, dass auf uns Verlass ist. Dass wir nicht nur von einem Gestaltungsanspruch sprechen, sondern auch tatsächlich gestalten.

    Wir Freie Demokraten brauchen Unterstützerinnen und Unterstützer, sei es am Infostand, beim Flyern, auf Social Media oder mittels einer kleinen Spende. Lasst uns 2021 zu unserem Jahr werden. Geben wir unseren Kindern und Enkelkindern, aber auch jedem Einzelnen die besten Startmöglichkeiten für ihr eigenes Leben an die Hand. Wir haben das Rüstzeug dazu - Machen wir etwas daraus. 

    Frohe Weihnachten und einen guten Beschluss 

    Ihr 

    Dominik Konrad 
     

    Aus den Medien